Gesundheit & Pflege

Fellpflege bei Langhaarhunden: So vermeidest du Knoten & Filz

Fellpflege bei Langhaarhunden: So vermeidest du Knoten & Filz

Langhaarige Hunde sehen wunderschön aus – aber nur mit der richtigen Pflege! Ohne regelmäßige Fellpflege können Verfilzungen, Hautprobleme und sogar Parasiten zum Problem werden.

Doch keine Sorge – mit der richtigen Routine bleibt das Fell deines Vierbeiners nicht nur gesund, sondern er wird sich auch wohler fühlen.

In diesem Ratgeber erfährst du:
✅ Welche Bürsten und Kämme für langhaarige Hunde am besten sind.
✅ Wie oft du deinen Langhaarhund bürsten solltest (und wann weniger mehr ist!).
✅ Tipps gegen Verfilzungen, Knoten und Juckreiz.
✅ Warum Baden nicht immer eine gute Idee ist – und wann es doch sein muss.

Klingt gut? Dann schnapp dir deine Fellbürste und los geht’s!

Welche langhaarigen Hunderassen brauchen besonders intensive Fellpflege?

Manche Hunde brauchen mehr Fellpflege als andere – hier sind die Spitzenreiter:

Bei diesen Hunderassen ist oft tägliches Bürsten notwendig, um Verfilzungen vorzubeugen. Doch auch bei anderen Rassen oder langhaarigen Mischlinge kann regelmäßiges Bürsten erforderlich sein.

Wie oft muss man Langhaarhunde bürsten?

Ein Langhaarhund sollte idealerweise täglich oder mindestens alle 2–3 Tage gebürstet werden, um Verfilzungen, Schmutzansammlungen und Haarausfall zu reduzieren. Die genaue Frequenz hängt von der Fellstruktur und der Rasse ab: Hunde mit dichtem Unterfell (z. B. Collies oder Bobtails) brauchen vor allem während des Fellwechsels tägliche Pflege, während Rassen mit seidigem Fell ohne Unterwolle (wie Malteser oder Afghanische Windhunde) mit 2-3 mal Bürsten pro Woche auskommen können.

Besonders problematische Bereiche sind hinter den Ohren, unter den Achseln, an den Beinen und am Bauch, da sich hier das Fell schneller verknotet. Beobachte das Fell deines Hundes regelmäßig – wenn es schnell verknotet, stumpf wirkt oder sich viel lose Unterwolle sammelt, solltest du die Bürstfrequenz anpassen, bis du den idealen Rhythmus für seinen individuellen Felltyp gefunden hast.

Die besten Bürsten für Langhaarhunde

In unserem Hundebürsten-Sortiment finden sich auch spezielle Bürsten für langhaarige Hunde. Die perfekte Beauty-Ausrüstung für Fellknäuel! Man unterscheidet:

Zupfbürste: Der perfekte Allrounder

Feine, gebogene Drahtborsten lösen sanft Knoten und Verfilzungen.  Perfekt für langes, welliges oder seidiges Fell (z. B. Golden Retriever, Setter, Cocker Spaniel). Achtung: Sanft bürsten, sonst ziept es!

2-in-1 Tipp: Die HUNTER Kombibürste kombiniert Zupfbürste und Entfilzungskamm.

Entfilzungskamm: Die gezackte Geheimwaffe

Entfernt lose Unterwolle, ohne das Deckhaar zu beschädigen. Oft in Form von groben Kämmen oder Bürsten mit langen, abgerundeten Zinken. Eignen sich für Rassen mit viel Unterwolle, z. B. Collies, Neufundländer oder Berner Sennenhunde. Ideal für den Fellwechsel und gegen Verfilzungen.

Empfehlung: Mit dem TRIXIE Kombi-Kamm kannst du Unterwolle ideal entwirren.

Naturhaarbürste: Der Finishing-Touch für den Wow-Effekt

Naturhaarbürsten verteilen das natürliche Hautfett (Sebum) und sorgen dadurch für seidigen Glanz. Perfekt für die tägliche Pflege nach dem Spaziergang. Weniger gut zum Entwirren, dafür sehr sanft.

Unsere Empfehlung: TRIXIE Hundebürste mit Naturborsten 

Shedding-Tools: Profi-Werkzeuge gegen starken Fellwechsel

Dein Hund haart ohne Ende, z.B. während des Fellwechsels? Dann könnte es Zeit für einen spezielles Deshedding-Werkzeug sein. Diese entfernen tief sitzende, abgestorbene Unterwolle sehr effizient. Mit ihren Metallklingen oder gezackte Zinken greifen sie lose Haare und ziehen sie heraus. Ideal für Hunde mit sehr viel Unterwolle (z. B. Husky, Schäferhund, Berner Sennenhund). Achtung: Bei Hunden mit feinem, seidigem Fell (z. B. Malteser, Afghanischer Windhund) nicht verwenden, da sie das Deckhaar beschädigen können!

Perfekt dafür: Der FURminator für langhaarige Hunde

Bürsten wie ein Profi – So machst du’s richtig

Beachte immer folgende Tipps, um das Bürsten so angenehm wie möglich für deinen Hund zu gestalten:

  1. Immer in Wuchsrichtung bürsten: Nie gegen den Strich! Das tut weh und kann das Fell beschädigen.
  2. Abschnitte bilden: Teile das Fell in kleine Partien (z. B. erst Rücken, dann Beine, dann Bauch). So bleibt dein Hund entspannter.
  3. Sanft arbeiten: Gerade bei empfindlicher Haut oder dünnem Fell lieber mit leichten Strichen arbeiten. Knoten nicht einfach rausreißen! Falls sich Verfilzungen gebildet haben, hilft ein Entfilzungsspray – oder du arbeitest vorsichtig mit den Fingern nach.

Arbeite zudem mit Belohnungen, vor allem, wenn dein Hund das Bürsten nicht so sehr mag. Die Aussicht auf den liebsten Hundesnack kann Wunder bewirken!

Verfilzungen & Knoten bei Langhaarhunden loswerden

Hast du schon mal versucht, einen Wollpulli zu entknoten? Dann weißt du, wie sich Filzstellen für deinen Hund anfühlen. Aber keine Panik – Verfilzungen lassen sich sanft lösen!

Woran erkennst du eine beginnende Verfilzung?

✔ Kleine Knoten an den Beinen, hinter den Ohren oder in der Achselhöhle.
✔ Das Fell fühlt sich an manchen Stellen härter an.
✔ Dein Hund kratzt sich häufiger an bestimmten Stellen.

So gehst du sanft gegen Verfilzungen vor:

  1. Stelle finden und prüfen: Ist der Filz noch weich? Dann lässt er sich meist mit einer Zupfbürste lösen.
  2. Entfilzungsspray auftragen: Produkte wie das TRIXIE Entfilzungsspray können helfen, die Haare geschmeidiger zu machen. Es geht aber auch ohne, wenn du vorsichtig arbeitest.
  3. Mit den Fingern lockern: Erst vorsichtig auseinanderziehen, bevor du mit der Bürste rangehst.
  4. Notfalls mit einem Entfilzungskamm arbeiten: Aber Achtung – nicht reißen!

No-Gos:
🚫 Niemals einfach abschneiden – sonst hast du am Ende ein Flickwerk im Fell!
🚫 Nicht grob durchreißen – das tut weh und kann die Haut verletzen.

Manche Rassen, wie der Cocker Spaniel oder der Shih Tzu, sind besonders anfällig für Verfilzungen. Im Idealfall kümmerst du dich täglich um die Fellpflege deines Langhaarhundes, damit es gar nicht erst so weit kommt.

Mit dem Langhaarhund zum Hundefriseur?

Ob dein Langhaarhund regelmäßig zum Hundefriseur muss, hängt von seiner Fellstruktur und Pflegeaufwand ab. Während einige Rassen mit konsequenter häuslicher Fellpflege gut zurechtkommen, brauchen andere einen professionellen Schnitt, um Verfilzungen und übermäßiges Haarwachstum in den Griff zu bekommen.

👉 Ja, wenn dein Hund pflegeintensives oder verfilztes Fell hat.
👉 Nein, wenn du sein Fell selbst gut pflegen kannst und er keinen Schnitt braucht.

Wann ist ein Hundefriseur sinnvoll?

  • Dein Hund hat sehr dichtes, pflegeintensives Fell (z. B. Malteser, Shih Tzu, Afghanischer Windhund, Havaneser, Lhasa Apso, ...).
  • Das Fell neigt zu starken Verfilzungen, die du selbst nicht mehr lösen kannst.
  • Dein Hund haart extrem und du möchtest ihn mit einer professionellen Trimmschur entlasten.
  • Die Haare an Pfoten, Ohren oder Augen wachsen zu lang und stören ihn.
  • Dein Hund kommt mit Bürsten und Baden überhaupt nicht klar, und du brauchst professionelle Unterstützung.

🔍 Gut zu wissen: Nicht jeder Langhaarhund braucht eine Schur – manche Rassen, wie Collies, Neufundländer oder Berner Sennenhunde, sollten nicht geschoren werden, weil ihre Unterwolle das natürliche Temperaturmanagement unterstützt.

Häufige Fragen zur Langhaarpflege

Wie oft sollte man einen Langhaarhund baden?

Nur wenn es nötig ist – etwa alle 4–6 Wochen oder wenn dein Hund stark verschmutzt ist. Zu häufiges Baden kann die natürliche Schutzschicht der Haut zerstören. Verwende immer milde Hundeshampoos!

Was tun, wenn mein Hund das Bürsten nicht mag?

Falls dein Hund ungern gebürstet wird:
✔ Langsam heranführen – erst kurze Sessions, dann steigern.
✔ Mit Leckerlis belohnen, um positive Assoziationen zu schaffen.
✔ Weiche Bürsten verwenden, wenn die Haut empfindlich ist.
✔ Beim Kuscheln oder Spielen bürsten, um es in den Alltag zu integrieren.

Fazit: Ein gepflegter Hund ist ein glücklicher Hund!

Die Fellpflege eines Langhaarhundes mag anfangs nach viel Arbeit klingen – aber sie zahlt sich aus! Mit der richtigen Routine, passenden Bürsten und etwas Geduld bleibt das Fell deines Vierbeiners nicht nur wunderschön, sondern auch gesund.

Ganz nebenbei wird die Fellpflege zu einer echten Qualitätszeit zwischen dir und deinem Hund. Viele Hunde genießen das Bürsten, wenn es sanft und entspannt abläuft – also warum nicht eine kleine Wellness-Session daraus machen? 🛁

Egal, ob du selbst zur Bürste greifst oder gelegentlich den Hundefriseur zur Unterstützung holst – wichtig ist, dass du regelmäßig für knotenfreies, glänzendes Fell sorgst. So bleibt dein Hund nicht nur hübsch, sondern fühlt sich auch wohl in seiner eigenen Haut (bzw. seinem eigenen Fell 😉).

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